Die einen fühlen den Regen. Die anderen werden nur nass.
- Bob Marley
Mein erstes Leben: Schauspielerin
Meine künstlerische Laufbahn begann mit einer Schauspielausbildung in München. Von 1990 bis 2001 war ich fest engagiert an verschiedenen staatlichen Bühnen, darunter das Staatstheater Oldenburg, die Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, die Theater in Bielefeld und Magdeburg.
2001 entschied ich mich bewusst für den Schritt in die Freiberuflichkeit und zog nach Berlin. Dort arbeitete ich als freie Schauspielerin und war an zahlreichen Theater- und Filmprojekten beteiligt. Es entstand z.B. eine enge Zusammenarbeit mit Lutz Hübner und Sarah Nemitz, (u. a. Uraufführung „Einfache Freuden“).
Parallel dazu vertiefte ich meine Arbeit im Improvisations- und Improfilm-Bereich, unter anderem mit Heiko Pinkowski, Axel Ranisch und Tom Lass. An der HFF Babelsberg entstanden wichtige künstlerische Begegnungen und langjährige Kooperationen, insbesondere mit Axel Ranisch. Als Teil des Konzeptionsteams wirkte ich an den Filmen „Dicke Mädchen“, „Alki Alki“ und „Reuber“ mit.
Ein weiterer zentraler Bestandteil meiner Schauspielzeit war die Improtheatergruppe Drame, in der ich festes Ensemblemitglied war. Neben der Schauspielarbeit war ich an Stückentwicklungen beteiligt (u. a. refugees go home 2, Glückssträhne), mit Uraufführungen am Staatstheater Stuttgart, im Tacheles Berlin u. a. Die künstlerische Leitung lag bei Johannes von Westphalen.
Mein zweites Leben: Dozentin, Coach und Trainerin
Nach der Geburt meines dritten Kindes traf ich 2006 die klare Entscheidung, meine aktive Schauspielkarriere zu beenden. Stattdessen verlagerte sich mein Schwerpunkt auf die pädagogische und begleitende Arbeit mit Schauspielerinnen und Schauspielern. Ich wurde Dozentin an der Schauspielschule MTSB in Berlin und war zeitweise Teil des künstlerischen Leitungsteams.
In dieser Zeit beschäftigte ich mich intensiv mit der Michael-Tschechow-Technik. Gemeinsam mit Ann Christin Reyels gründete ich am MTSB ein Filmseminar, das sich mit Präsenz, Wirkung und Authentizität vor der Kamera auseinandersetzt.
Diese Arbeit führte mich auch in den Bereich des Coachings außerhalb des Theaters: Als Trainerin bei VW Coaching leitete ich über mehrere Jahre hinweg Intensiv-Workshops für Mitarbeitende. Parallel begann ich meine kontinuierliche Arbeit als Workshopleiterin für Jugend- und Nachwuchsprojekte, darunter Workshops für Auszubildende von dm, für Heilpädagog*innen in Ausbildung und gründete eine Jugendtheaterclubs im Rahmen des Burgtheatersommers Roßlau mit jährlich stattfindenden Workshops.
Ergänzend absolvierte ich zahlreiche Fortbildungen im Bereich Filmcoaching, unter anderem bei Frank Betzelt, Ivana Chubbuck und Jens Roth.
Mein drittes Leben: Regisseurin
Mit fünfzig Jahren fand ich schließlich zu meinem eigentlichen Beruf: der Regie. Meine erste Inszenierung, Peer Gynt, entstand am Burgtheater Roßlau und markierte den Beginn eines neuen künstlerischen Kapitels. Seit 2017 führe ich dort jährlich Regie bei der maßgeblichen Open-Air-Sommerproduktion – ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt.
Seitdem arbeite ich kontinuierlich als Regisseurin an verschiedenen Häusern. Dazu zählen unter anderem: das Poetenpack Potsdam, das TIG Bamberg, die Neuköllner Oper, das ATZE Musiktheater, Theater Eisleben sowie das Theater Ansbach.
In meine Regiearbeit fließen alle Erfahrungen meiner vorherigen Lebensphasen ein: die körperliche und emotionale Präzision der Schauspielerin, die Wahrnehmungsschärfe und Prozessbegleitung der Coachin, sowie die Fähigkeit, Räume zu schaffen, in denen Vertrauen, Spielfreude und gemeinsames Erzählen möglich werden.
Mein Ansatz als Regisseurin:
Mich interessieren Körper und Menschen in ihren Beziehungen und Emotionen, ihren Leidenschaften, im Atmen im Verlangen, im Schmerz im Humor. Ich suche in meinen Arbeiten das Nebeneinander und gleichzeitige Vorhandensein von Leichtigkeit und Tiefe, von Transzendenz und Slapstick. Ich begreife mich als Spielleiterin und suche die improvisierenden, mitdenkenden Schauspieler*innen, das Spiel im Raum, das Spiel mit dem Nnderen, und über allem: es muss leicht gehen. Aus dieser Leichtigkeit heraus entstehen für mich Präzision, Tiefe und eine lebendige, unmittelbare Form des Theaters.
Impressum:
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Andrea Pinkowski E-Mail: mail@andreapinkowski.de 
Adresse wird auf Anfrage bereitgestellt.
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Stand: Oktober 2025
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